Technologien
ChatMeld aktualisiert: neue Profile, einheitliche Anmeldung und mehr Kontrolle über Benachrichtigungen
ChatMeld hat ein umfangreiches Update erhalten: einzigartige Nicknames, öffentliche Profile, Anmeldung über MeldID und flexible Benachrichtigungseinstellungen mit Ruhemodus. Die neuen Funktionen machen die Kommunikation komfortabler und wahren zugleich Privatsphäre, Sicherheit und den temporären Charakter der Chats.
ChatMeld wird komfortabler: neue Profile, einheitliche Anmeldung und mehr Kontrolle über die Kommunikation
ChatMeld hat ein umfangreiches Update erhalten. Neu sind dauerhafte Nicknames, öffentliche Profile, die Anmeldung über MeldID und zusätzliche Möglichkeiten zur Verwaltung von Benachrichtigungen. Die Entwickler haben die App für die alltägliche Kommunikation komfortabler gemacht und dabei ihre ursprünglichen Prinzipien beibehalten: Die Kontaktdaten der Teilnehmenden bleiben verborgen, Nachrichten werden nicht zu einem dauerhaften Archiv, und die Sicherheit wird unabhängig vom öffentlichen Nutzernamen gewährleistet.
In früheren Beiträgen habe ich bereits über ChatMeld berichtet – einen ungewöhnlichen Dienst, bei dem sich die Kommunikation nicht um eine Kontaktliste, sondern um den Ort, die Sprache und die Zugangsbedingungen für ein Gespräch dreht.
Wir haben uns geografische Chats, WLAN-Bereiche, automatische Übersetzung, die zeitlich begrenzte Speicherung von Nachrichten und ein Sicherheitssystem angesehen, das Einschränkungen auch ohne die übliche Registrierung ermöglicht.
Jetzt hat ChatMeld eines der auffälligsten Updates seines Nutzersystems erhalten.
Die App bietet nun Funktionen, die bisher tatsächlich gefehlt haben: dauerhafte Nicknames, öffentliche Profile und eine einheitliche Anmeldung. Außerdem haben die Entwickler die Möglichkeiten zur Verwaltung von Benachrichtigungen erweitert. Nutzerinnen und Nutzer können nun selbst festlegen, wie oft und zu welchen Zeiten die App ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll.
Auf den ersten Blick sieht das alles nach einer gewöhnlichen Weiterentwicklung einer modernen Kommunikations-App aus.
Im Fall von ChatMeld ist jedoch etwas anderes interessanter: Wie lassen sich gewohnte Funktionen hinzufügen, ohne die Grundidee des Dienstes zu verändern?
Von farbigen Nummern zu dauerhaften Nicknames
Bisher erhielten die Teilnehmenden bei ChatMeld automatisch generierte Bezeichnungen aus Zahlen und Farben.
Innerhalb eines Chats reichte das aus. Die Nutzer konnten die anderen unterscheiden und sich ansprechen, ohne zusätzliche Informationen preiszugeben.
Dieses Modell hatte jedoch eine Einschränkung.
Stellen wir uns jemanden vor, der ChatMeld regelmäßig nutzt. Morgens unterhält sich die Person mit Fahrgästen im Zug, tagsüber beteiligt sie sich an einer Diskussion in der Nähe einer Universität und abends schaut sie im Chat ihres Viertels vorbei.
In jedem Gespräch konnte die Bezeichnung eine andere sein.
Für das interne Sicherheitssystem spielte das keine Rolle: ChatMeld verwendete schon zuvor eigene technische Kennungen.
Für die anderen Teilnehmenden sah die Situation jedoch anders aus. Eine bekannte Person in einem anderen Chat wiederzuerkennen, war praktisch unmöglich.
Dieses Problem ist nun gelöst.
Jede registrierte Person erhält einen einzigartigen Nickname, der in ganz ChatMeld gilt – unabhängig von Sprache, Standort und ausgewähltem Chat.
Wer den Nickname Bobr verwendet, bleibt Bobr – sowohl im deutschsprachigen Chat in Berlin als auch im russischsprachigen Gespräch in München.
Der Nickname ist dabei keine technische Kennung der Nutzerin oder des Nutzers.
Er kann im Rahmen des jeweiligen Tarifs geändert werden. Eine solche Änderung legt jedoch keine neue Registrierung an und hebt zuvor verhängte Einschränkungen nicht auf.
So werden zwei Aufgaben voneinander getrennt: Der Nickname hilft Menschen, einander wiederzuerkennen, während das interne System weiterhin für die Sicherheit zuständig ist.
Ein Profil, für das keine Kontaktdaten offengelegt werden müssen
Mit den Nicknames sind bei ChatMeld auch öffentliche Profile hinzugekommen.
Nun kann man das Profil einer anderen Person öffnen und die dort vorgesehenen Angaben sehen.
Im Profil werden Name und Nickname angezeigt. Verfügt eine Person über besondere Befugnisse, kann auch ihr dienstlicher Status zu sehen sein, etwa der Status als Moderatorin oder Moderator.
Der Umfang der verfügbaren Angaben kann noch erweitert werden, doch schon jetzt ist der wichtigste Unterschied zu den üblichen sozialen Plattformen erkennbar.
ChatMeld verlangt nicht, eine Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Links zu anderen Messengern zu veröffentlichen.
Darüber hinaus schränken die geltenden Kommunikationsregeln weiterhin die Verbreitung von Kontaktdaten in Nachrichten ein.
Das ist besonders wichtig für einen Dienst, bei dem Menschen Gesprächen beitreten können, ohne sich vorher zu kennen.
Stellen wir uns die Besucherinnen und Besucher einer Veranstaltung vor.
Sie befinden sich am selben Ort, sehen den verfügbaren Chat und beginnen, über das Geschehen zu sprechen. Nun können sie sich mit ihren dauerhaften Nicknames ansprechen und öffentliche Profile öffnen.
Dafür müssen sie jedoch weder Telefonnummern austauschen noch Zugriff auf ihre persönlichen Kontakte gewähren.
Den Namen gibt die Person direkt in ChatMeld an. Er ist Teil des öffentlichen Profils, bestätigt aber für sich genommen nicht die reale Identität.
So macht das Profil die Kommunikation übersichtlicher, ohne die App zu einem System zu machen, das die Offenlegung persönlicher Kontaktdaten voraussetzt.
MeldID: eine einheitliche Anmeldung, aber kein gemeinsames Profil für alle Dienste
Die wichtigste technische Änderung betrifft die Anmeldung.
ChatMeld nutzt nun MeldID – das einheitliche Anmeldesystem des DigiMeld-Ökosystems.
In meinem vorherigen Artikel habe ich ausführlich erklärt, wie ChatMeld ohne das übliche Registrierungsformular funktionierte.
Damals erstellte die App selbstständig ein technisches Profil und eine Gerätekennung. Die Nutzerinnen und Nutzer mussten weder eine E-Mail-Adresse eingeben noch ein Passwort festlegen oder ein Formular ausfüllen.
Diese Architektur ermöglichte Sicherheit ohne ein herkömmliches Konto.
Nun wurde das System um die Anmeldung über MeldID ergänzt.
Bei der Anmeldung erhält ChatMeld von MeldID lediglich zwei Angaben: die E-Mail-Adresse und eine eindeutige Kennung des Kontos.
Weitere personenbezogene Angaben werden von MeldID nicht angefordert.
Name und Nickname gibt die Person direkt in ChatMeld an.
Das bedeutet, dass die einheitliche Anmeldung nicht automatisch dazu führt, dass öffentliche Profile verschiedener Apps miteinander verknüpft werden.
Für die Anmeldung bei ChatMeld muss außerdem keine separate MeldID-App installiert werden.
In der Praxis erhält die Nutzerin oder der Nutzer eine vertraute Anmeldemethode, während ChatMeld dauerhafte Nicknames und Profile verwalten kann, ohne ein eigenes, unabhängiges Passwortsystem einzurichten.
Eine einheitliche Anmeldung bedeutet kein gemeinsames Sperrsystem
Bei der einheitlichen Anmeldung gibt es eine Besonderheit, die Beachtung verdient.
Wenn mehrere Apps dasselbe Anmeldesystem nutzen, stellt sich die Frage: Was passiert, wenn jemand in einer dieser Apps gesperrt wird?
Bei ChatMeld wird diese Frage durch eine klare Trennung der Zuständigkeiten gelöst.
MeldID wird für die Registrierung und Anmeldung verwendet.
ChatMeld verwaltet Profile, Nicknames, Moderation und Zugangsbeschränkungen selbst.
Verstößt jemand gegen die Regeln von ChatMeld, gelten die Sanktionen ausschließlich innerhalb dieser App.
Das MeldID-Konto wird nicht gesperrt.
Auch die Nutzung anderer DigiMeld-Dienste wird davon nicht berührt.
Gleichzeitig ermöglicht MeldID nicht, Einschränkungen bei ChatMeld zu umgehen.
Das System nutzt weiterhin interne Kennungen und technische Sicherheitsmechanismen, die bereits vor der Einführung der neuen Anmeldung vorhanden waren.
Deshalb heben weder eine Änderung des Nicknames noch eine erneute Anmeldung die Verantwortung für Verstöße auf.
Diese architektonische Trennung ist wichtig: Eine einheitliche Anmeldung erleichtert den Zugang, macht verschiedene Apps aber nicht zu einem gemeinsamen Sanktionssystem.
Auch Nicknames werden moderiert
Bisher konzentrierte sich die automatische Moderation von ChatMeld vor allem auf Nachrichten und Chatnamen.
Nun erstreckt sie sich auch auf Nicknames.
Das ist eine logische Weiterentwicklung des bestehenden Systems.
Schließlich ist der dauerhafte Nickname für andere Teilnehmende sichtbar. Er kann daher auch für Beleidigungen, Provokationen, die Verbreitung verbotener Ausdrücke oder die Vortäuschung einer Zugehörigkeit zum Dienst genutzt werden.
Deshalb prüft ChatMeld Nicknames auf die Einhaltung der festgelegten Regeln.
Dafür kommen SprachMeld und weitere automatisierte Prüfverfahren zum Einsatz.
Das System berücksichtigt nicht nur einzelne verbotene Wörter, sondern auch Versuche, sie durch eine veränderte Schreibweise zu verschleiern.
Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer unangemessene Nicknames melden.
Die Moderation der Nicknames ersetzt jedoch nicht die Moderation der Nachrichten.
Alle Nachrichten werden weiterhin vor ihrer Veröffentlichung geprüft, und bei Bedarf können einzelne Verstöße von Moderatorinnen und Moderatoren untersucht werden.
Die neuen Funktionen schaffen also keinen ungeschützten Bereich innerhalb der App. Für sie gelten dieselben Sicherheitsprinzipien, die bei ChatMeld bereits zuvor zum Einsatz kamen.
Benachrichtigungen, die sich an die Nutzerinnen und Nutzer anpassen
Eine weitere auffällige Änderung betrifft Push-Benachrichtigungen.
Auf den ersten Blick ist das eine gewöhnliche Funktion jeder Kommunikations-App. Bei ChatMeld ist sie jedoch besonders wichtig.
Nutzerinnen und Nutzer können gleichzeitig an mehreren geografischen, WLAN- oder hybriden Chats teilnehmen. Wird in jedem davon rege diskutiert, steigt die Zahl der neuen Nachrichten schnell an.
In einem gewöhnlichen Messenger führt das häufig zu einer ununterbrochenen Folge von Benachrichtigungen.
Bei ChatMeld haben die Entwickler mehrere Möglichkeiten zur Steuerung von Benachrichtigungen vorgesehen.
Die Nutzerinnen und Nutzer können den Ton für Benachrichtigungen, die haptische Rückmeldung und die Anzeige von Benachrichtigungen bei geöffneter App jeweils selbst ein- oder ausschalten.
Auch das Verhalten von Push-Benachrichtigungen während der Nutzung von Chats lässt sich separat einstellen.
So kann man beispielsweise Benachrichtigungen aus einem aktiven Chat ausschalten und weiterhin Nachrichten aus anderen Gesprächen erhalten.
Besonders interessant ist jedoch die Möglichkeit, die Zahl wiederholter Benachrichtigungen zu begrenzen.
Statt für jede neue Nachricht eine eigene Push-Benachrichtigung zu erhalten, kann man einen Modus wählen, in dem ChatMeld nur eine Benachrichtigung für den jeweiligen Chat sendet.
Weitere Nachrichten gehen weiterhin ein, aber es werden keine neuen Benachrichtigungen gesendet, bis die Person das entsprechende Gespräch öffnet.
Stellen wir uns einen Chat vor, in dem innerhalb weniger Minuten fünfzig Nachrichten eintreffen.
Statt fünfzig Benachrichtigungen erhält die Person eine.
Sie weiß, dass es neue Nachrichten im Chat gibt, aber das Telefon macht nicht nach jeder neuen Nachricht darauf aufmerksam.
Das ist besonders praktisch bei aktiven Diskussionen, wenn es wichtig ist zu wissen, dass neue Nachrichten eingegangen sind, nicht aber, sofort über jede einzelne benachrichtigt zu werden.
Ruhemodus nach Zeitplan
ChatMeld bietet nun eine weitere Möglichkeit: den Ruhemodus.
Die Nutzerinnen und Nutzer legen selbst fest, wann der Zeitraum beginnt und endet, in dem Benachrichtigungen ohne Ton eingehen sollen.
Zum Beispiel von 22:00 bis 08:00 Uhr.
Die Benachrichtigungen werden dabei weder blockiert noch ausgeblendet. Sie gehen weiterhin ein, werden aber nicht von akustischen Signalen begleitet.
Die Zeit richtet sich nach der Zeitzone des Telefons, und der festgelegte Zeitplan wird vom Server bestätigt.
So kann man nicht nur die Anzahl der Benachrichtigungen einstellen, sondern auch festlegen, wann die App nicht durch akustische Signale ablenken soll.
Ich finde, das ist eine besonders gelungene Ergänzung des ChatMeld-Konzepts.
Der Dienst ermöglicht die Teilnahme an Gesprächen, die mit der Umgebung verbunden sind, verlangt aber nicht, jede Nachricht ständig im Blick zu behalten.
Die Kommunikation bleibt verfügbar, während die Kontrolle über die eigene Aufmerksamkeit bei den Nutzerinnen und Nutzern liegt.
Was ist mit der Privatsphäre passiert?
Das ist wohl die wichtigste Frage, seit es Registrierungen und öffentliche Profile gibt.
Früher verlangte ChatMeld keine E-Mail-Adresse von den Nutzerinnen und Nutzern. Jetzt wird sie bei der Anmeldung über MeldID verwendet.
Das ist eine tatsächliche Änderung bei den verarbeiteten Daten.
Wichtig ist jedoch, wofür diese Angaben verwendet werden und wer sie sehen kann.
Die E-Mail-Adresse wird benötigt, damit das Anmeldesystem funktioniert und die Registrierung mit dem ChatMeld-Profil verknüpft werden kann.
Andere Teilnehmende können sie nicht sehen.
Auch die eindeutige MeldID-Kennung bleibt ein interner technischer Wert.
Name und Nickname werden separat und direkt in ChatMeld geführt.
Die Geolokalisierung dient weiterhin dazu, die Verfügbarkeit der entsprechenden Chats zu bestimmen, nicht dazu, eine Werbehistorie der Bewegungen zu erstellen.
Nachrichten werden nicht verwendet, um ein dauerhaftes persönliches Chatarchiv anzulegen.
Technische Kennungen erfüllen weiterhin Aufgaben im Bereich Sicherheit und Missbrauchsprävention.
Die Entwickler verzichten also nicht auf die Verarbeitung personenbezogener Daten – eine vollständige Anmeldung und der Betrieb von Profilen wären ohne sie nicht möglich.
Sie haben jedoch die Trennung zwischen den für das System erforderlichen Daten und den Informationen, die anderen Teilnehmenden zugänglich sind, beibehalten.
Genau diese Trennung ist für die Privatsphäre in der Praxis entscheidend.
Ein dauerhaftes Profil bedeutet keine dauerhafte Chat-Historie
ChatMeld unterscheidet sich in einem Punkt von den meisten vertrauten Messengern.
Die Dauer des Nutzerkontos und die Dauer eines Gesprächs sind hier nicht direkt miteinander verbunden.
Eine Person kann einen dauerhaften Nickname haben und mit demselben Profil zur App zurückkehren.
Ein gewöhnlicher Chat besteht jedoch weiterhin nur innerhalb seiner festgelegten Laufzeit.
Wenn die Teilnehmenden das Gespräch fortsetzen, verlängert die Aktivität die Laufzeit des Chats.
Wird das Gespräch beendet, wird der Chat nach Ablauf der festgelegten Zeit gelöscht.
Die Einführung von MeldID hat an diesem Modell nichts geändert.
Eine Registrierung bedeutet nicht, dass automatisch alle Nachrichten einer Person gespeichert werden.
Ein dauerhafter Nickname legt keine dauerhafte Gesprächshistorie an.
Und die Möglichkeit, ein öffentliches Profil zu öffnen, macht aus einem gewöhnlichen Chat keine private Unterhaltung.
Das ist einer der wesentlichen Unterschiede von ChatMeld: Das System speichert die für den Betrieb und die Sicherheit erforderlichen Profildaten, legt aber kein unbegrenztes Archiv jedes Gesprächs an.
Das Profil lässt sich jetzt separat löschen
Die Einführung dauerhafter Registrierungen machte auch Änderungen an der Verwaltung von Nutzerdaten erforderlich.
Nun kann man die Löschung des ChatMeld-Profils direkt in der App beantragen.
Bei der Löschung wird der reservierte Nickname freigegeben, und die mit dem Profil verbundenen Angaben werden gemäß den festgelegten Aufbewahrungsregeln gelöscht.
Die Löschung von ChatMeld bedeutet jedoch nicht, dass auch MeldID gelöscht wird.
Es handelt sich um unterschiedliche Registrierungen mit unterschiedlichen Zwecken.
Wer sein MeldID-Konto vollständig löschen möchte, kann die entsprechende Funktion in der MeldID-App nutzen oder über TicketMeld eine Anfrage senden und dabei das passende Projekt sowie das Löschformular auswählen.
Es gibt auch einen automatischen Mechanismus.
Bleibt eine ChatMeld-Registrierung ein Jahr lang inaktiv, wird sie gelöscht und der Nickname kann wiederverwendet werden.
Ein dauerhaftes Profil bedeutet also nicht zwangsläufig, dass die Nutzerregistrierung unbegrenzt gespeichert wird.
Was unverändert geblieben ist
Mit diesem Update ist ChatMeld bei der Benutzerfreundlichkeit den gewohnten Apps deutlich nähergekommen.
Die grundlegenden Funktionsprinzipien sind jedoch erhalten geblieben.
Die Kommunikation hängt weiterhin von der Sprache, dem Standort und den Zugangsbedingungen des jeweiligen Chats ab.
Geografische Räume bleiben an ein bestimmtes Gebiet gebunden.
WLAN-Chats bringen weiterhin Nutzerinnen und Nutzer des jeweiligen Netzwerks zusammen.
Hybride Räume ermöglichen den Zugang über eine geografische oder eine Netzwerkbedingung.
Die automatische Übersetzung hilft Teilnehmenden, in verschiedenen Sprachen miteinander zu kommunizieren.
Temporäre Chats werden nicht allein deshalb zu dauerhaften Gruppen, weil die Nutzerinnen und Nutzer nun Profile haben.
Die Moderation vor der Veröffentlichung prüft Nachrichten weiterhin, bevor sie sichtbar werden.
Und ein öffentlicher Nickname ersetzt nicht das interne Sicherheitssystem.
Im Grunde hat sich die Art geändert, wie die Nutzerinnen und Nutzer mit der App interagieren, nicht aber das Kommunikationsmodell selbst.
Weiterentwicklung, ohne die ursprüngliche Idee aufzugeben
Als ich zum ersten Mal über ChatMeld schrieb, interessierte mich vor allem die ungewöhnliche Organisation der Kommunikation.
Statt nach bekannten Personen zu suchen, schlug die App vor, ein Gespräch zu finden, das zum Ort, zur Sprache und zur aktuellen Situation passt.
Später habe ich das Sicherheitssystem genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass das Fehlen einer herkömmlichen Registrierung nicht bedeutete, dass es keine technische Kontrolle gab.
Nun ist ChatMeld den nächsten Schritt gegangen.
Die Entwickler haben Funktionen hinzugefügt, die für eine komfortablere alltägliche Nutzung tatsächlich nötig sind: dauerhafte Nicknames, öffentliche Profile, eine einheitliche Anmeldung, flexible Benachrichtigungseinstellungen und einen verständlichen Mechanismus zum Löschen der Registrierung.
Dabei haben sie nicht die gesamte Architektur verändert, nur um eine vertraute Oberfläche zu bieten.
Die Nutzerinnen und Nutzer können nun in verschiedenen Chats wiedererkannt werden, müssen aber keine Kontaktdaten veröffentlichen.
Es gibt eine einheitliche Anmeldung, doch Einschränkungen in einer App gelten nicht für andere.
Es gibt ein dauerhaftes Profil, doch die Gespräche bleiben zeitlich begrenzt.
Die Benachrichtigungen sind flexibler geworden, doch die Nutzerinnen und Nutzer bestimmen selbst, wann und wie oft die App ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll.
Die Moderation wurde ausgeweitet, ihr Zweck ist jedoch derselbe geblieben: Verstöße zu verhindern, nicht das alltägliche Leben der Nutzerinnen und Nutzer zu überwachen.
Meiner Ansicht nach sollte sich genau so ein Produkt weiterentwickeln, das von Anfang an einen eigenen Ansatz für die Kommunikation angeboten hat.
Man sollte nicht auf gut funktionierende Lösungen verzichten, nur weil zusätzliche Funktionen gebraucht werden, sondern die Möglichkeiten erweitern und dabei die ursprünglichen Prinzipien bewahren.
ChatMeld ist komfortabler und verständlicher geworden, doch seine Grundidee ist dieselbe geblieben: Für die Kommunikation genügen ein gemeinsamer Ort, eine gemeinsame Sprache und die Bereitschaft zum Gespräch – ohne persönliche Kontaktdaten austauschen zu müssen.
Mehr über ChatMeld: https://chatmeld.de